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Demokratie und Gott
In der Religion unserer Zeit, der Lobbykratie, glaubt man, dass die Existenz
Gottes davon abhänge, wieviele Menschen an
Ihn glauben und davon, ob Er eine starke
Lobby hat. Solange BILD noch davon überzeugt
ist, dass es Ihn vielleicht doch geben
könnte, ist Weihnachten gesichert.
Gott sei Dank gibt es den starken Gott Luthers noch - im Islam.
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Ich glaub nicht an Atheismus
und auch nicht an dessen Gegenteil. Der
Bertelsmann- Test ist ein statistisches
Fiasko., das nur deshalb medienwirksam
funktioniert, weil offenbar nur Zahlenblinde
den Beruf des Journalisten ergreifen. Es
wäre nun wirklich an der Zeit als Zeitung,
die Fackel der Vernunft hoch zu halten, auch
wenn's Bärte versengt: Die Abkehr vom
Glauben ist zwar nicht gleichzusetzen mit
der Hinwendung zur Vernunft, aber sie ist
doch eine unverzichtbare Vorbedingung. Wer
da also konstatiert, dass es noch
hinreichend Glauben gäbe im Deutschland des
21. Jahrhunderts, merkt nichts gutes an.
Die Evolution schreitet voran, die Religiösen bleiben zurück...
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Nicht am Glauben,
Ursächlich hierfür sicher die vorsintflutliche Sexualmoral wie auch die insgesamt eigenwillig orthodoxe Auslegung der Heiligen Schrift durch die Kirchen: Man denke an Kondome, Verhütung, Haltung zur gleichgeschlechtlichen Ehe aber auch an solche das Hirn des Aufgeklärten maternden Gedankengebäude wie das Intelligent Design.
Mit einer zeitadaptierten, gesellschaftlich nach vorn, nicht gar reaktionären oder auch nur konservativen Haltung zu Moral und Gesellschaft können Kirchen attraktiv sein.
So aber wird jeder, der denkt und sich nicht dem Diktat beugt, seinen persönlichen Weg finden. Letztlich ist dies aber der steinige Pfad, der dafür zu Erlösung und Erleuchtung -enlightment- führt. Opportunisten werden sicher aber weiterhin ihren Platz in der Kirche finden und sich weiterhin über das Rad, das Feuer freuen und an Descartes, Newton, Kopernikus, Darwin, Freud, Einstein vorbeigehen, wohl deren Erkenntnisse im Alltag selbstverständlich nutzend.